Heimatschützenbund 

HSB klein

Tecklenburger Land e.V.

IVZ vom 11.07.2026 von Stephan Beermann

 

Jubiläum des BSV Knobben-Poggenort

Volle Schützenhalle, gutes Miteinander

 

Versammlung

Vorsitzender Christian Schlautmann begrüßte die Gäste in der voll
besetzten Schützenhalle am Alten Postweg.
| Foto: Stephan Beermann

 

Eine festlich gefüllte Schützenhalle, viele Gratulanten und bewegende Erinnerungen: Der BSV Knobben-Poggenort blickt auf ein besonderes Jubiläum mit Gästen aus der Region zurück.

Der BSV Knobben-Poggenort ist der jüngste der sechs Schützenvereine der Mark Hörstel, doch ihr Jubiläum zu feiern wissen die Schützenbrüder und Schützenschwestern dort genauso gut wie die Alt-Vereine.

Auf 75 Jahre gelebte Gemeinschaft blickten die Gastgeber mit befreundeten Vereinen aus der Stadt Hörstel und der Gemeinde Hopsten während des Kommersabends am Freitag zurück. Vereinsvorsitzender Christian Schlautmann nahm die besten Wünsche vieler Gratulanten entgegen.

Kein Platz in der großen Schützenhalle am Alten Postweg blieb unbesetzt. Sogar im Vorraum mussten noch Stühle aufgestellt werden, als Hauptmann Torben Streibel und Schriftführer Oliver Bruns die Feiernden begrüßten. Zuvor waren das Königspaar Uwe und Mechthild Runde und das Juniorenkönigspaar Mia-Sophie Krüger und Hassan Masud unter den Klängen des Spielmannszugs Knobben-Poggenort in die Halle eingezogen. Dass Uwe Runde den Markenkönigstitel ausgerechnet im Jubiläumsjahr nach Hause brachte, wurde bei dieser Gelegenheit nochmals frenetisch gefeiert.

Gefeiert wurden gleich nach der Begrüßung auch die Gewinner des Schießwettbewerbs zum Jubiläum, der bereits im April ausgetragen worden war. Die Besonderheit: Sowohl im Haupt- und Nebensatz als auch in der Einzelwertung mit Ludger Ottenhues lag der BSV Schultenort ganz vorn. Die Pokale überreichte Schießwart Sebastian Bruns. Weitere Sieger waren im Hauptsatz der BSV Gravenhorst und SV Höveringhausen, im Nebensatz der BSV Harkenberg-Elseck und SV Höveringhausen, in der Einzelwertung Hubert Üffing von St. Georg Hopsten und Fritz Kaßling vom BSV Gravenhorst.

 

Freitag

Schießwart Sebastian Bruns (l.) zeichnete die treffsichersten Vereine und
Einzelschützen des Jubiläumsschießens mit Pokalen aus.
| Foto: Stephan Beermann

 

Im Anschluss warfen Streibel und Bruns einen Blick in die wechselvolle Chronik des Vereins. „So ein Verein entsteht ja nicht einfach aus dem Nichts“, stellte Oliver Bruns fest. Die Abkopplung vom Schützenverein Hörstel-Dorf 1951 verlief demnach auch nicht ganz ohne Reiberei. Die Debatte darüber mit den anderen Vereinen war laut Protokoll der Osterversammlung 1952 so heftig, „dass die Wortbeiträge nicht niedergeschrieben werden sollten“. Der Zutritt zur Markengemeinschaft verzögerte sich um ein Jahr, war dafür 1953 umso effektvoller, als Hermann Schmidt gleich im ersten Anlauf Markenkönig wurde.

Herausragendes Kapitel der Vereinsgeschichte ist natürlich auch die Entstehung der Schützenhalle, die für damalige Verhältnisse etwas ganz Besonderes war und sich bis heute bewährt hat. Dass der Verein Maria und Franz Lüttmann am 11. Mai 1985 den allerersten Tanz in der neuen Halle zugestand, blieb Freitag nicht unerwähnt und ließ die Festgemeinschaft schmunzeln. Denn in der Chronik dazu heißt es: Um die Halle bauen zu können, musste das Grundstück vom Bauern Franz Lüttmann erworben werden. Da er aber nicht verkaufen wollte, wurde ein Erbbauvertrag geschlossen. Seine Ehefrau Maria fügte dem Vertrag den mündlichen Zusatz hinzu: „Dat möcht ik noch moal beliäben, dat ik met Franz den ersten Danz in de niee Halle maken kann.“

So sollte es auch kommen, und getanzt werden sollte auch an diesem Jubiläumsabend. Der DJ legte auf, nachdem „Schützenbruder Alfons“ für weitere heitere Momente gesorgt hatte.

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