IVZ vom 21.07.2026 von Heinrich Weßling
Jürgen Ostholthoff feiert doppeltes Schützenfest-Glück

Alle Majestäten und ihre Gratulanten auf einem Bild: Vizekinderkönigspaar Janne Büscher und Lukas Meyer, Adjutanten Andrea und Burkhard Grewe, Ehrendame und Ehrenherr Conny und Meik Lüxmann, Königspaar Elisabeth Hebben und Jürgen Ostholthoff, Ehrendame und Ehrenherr Christine und Stephan Ostholthoff, Adjutanten Bianka und Thorsten Hartwig, Kinderkönigspaar Emma Ahrens und Henning Richter. Oberst Andreas Heeke (hinten), Hauptmann Sven Affing, Vorsitzender Andre Büscher. | Foto: Heinrich Weßling
Jürgen Ostholthoff hat am Geburtstag seiner Frau die Königswürde beim Schützenverein Halverde errungen. Das Fest bringt auch Veränderungen in der Vereinsführung und bildet den Rahmen für die Auszeichnung vieler Mitglieder für ihr Engagement.
Was für ein Geburtstagsgeschenk: Ausgerechnet am Geburtstag seiner Frau sicherte sich Jürgen Ostholthoff die Königswürde beim Schützenverein Halverde. „Heute möchte ich meiner Frau eine Überraschung bereiten“, sagte der neue Schützenkönig. „Ich habe schon öfter versucht, König zu werden. Dass es in diesem Jahr ausgerechnet am Geburtstag meiner Frau geklappt hat, ist etwas ganz Besonderes.“
Seit 40 Jahren gehört der 56-Jährige dem Schützenverein an. Bereits gegen Mittag gab es im Festzelt, in dem der Schießbetrieb stattfand, zahlreiche Glückwünsche für das neue Königspaar.
Am Abend folgte die Proklamation auf dem Dorfplatz. Hauptmann Sven Affing meldete dem neuen Oberst Andreas Heeke 175 angetretene Schützenbrüder. Angeführt von der Blaskapelle Schapen, die das Schützenfest seit 45 Jahren musikalisch begleitet, zog der Verein zunächst über den Dorfplatz.
„Das Schützenfest in Halverde ist für viele Menschen eine Herzensangelegenheit“, sagte Oberst Andreas Heeke. Sein Dank galt dem scheidenden Königspaar Christa und Franz Straten. „Ihr habt unseren Verein das ganze Jahr über auf vielen Veranstaltungen vertreten. Euch gebühren Respekt und Anerkennung.“
Begrüßt wurden außerdem die neuen Kindermajestäten Henning Richter und Emma Ahrens sowie Vizekönigin Janne Büscher und Vizekönig Lukas Meyer. Ebenfalls willkommen hieß Heeke den bereits am Wochenende ermittelten Junggesellenkönig Hendrik Konnemann und Junggesellenkaiser Daniel Veerkamp sowie Ortsvorsteher Jörg Theissen.
Dank sprach Heeke auch allen Helferinnen und Helfern aus, die das Schützenfest vorbereitet hatten. Besonders würdigte er das Schmückkomitee, das den Ort festlich gestaltet hatte. Zudem erhielten mehrere Mitglieder für ihre Leistungen beim Schießen Plaketten und Urkunden.

Nach jeweils 25 Jahren gaben Oberst Matthias Hülsmann (r.) und Hauptmann Klaus Otte
ihre Ämter an die nächste Generation weiter. | Foto: Heinrich Weßling
Im Rahmen der Proklamation verabschiedete der Verein außerdem zwei prägende Führungspersönlichkeiten. Nach jeweils 25 Jahren gaben Oberst Matthias Hülsmann und Hauptmann Klaus Otte ihre Ämter an die nächste Generation weiter. Neuer Oberst ist Andreas Heeke, neuer Hauptmann Sven Affing.
„Was ist ein Hauptmann ohne seine Mannschaft?“, sagte Klaus Otte. Die Entscheidung, die Verantwortung weiterzugeben, sei bewusst getroffen worden. „Jetzt wollen wir die Ämter in jüngere Hände geben.“
Matthias Hülsmann erinnerte an den Beginn seiner Amtszeit: „Wir sind vor 25 Jahren ins kalte Wasser geworfen worden und haben uns mit den Jahren in unsere Aufgaben eingearbeitet. Es war nicht immer leicht, aber es hat uns Spaß gemacht.“
Otte blickte ebenfalls mit Stolz auf seine Zeit im Vorstand zurück. „Ich wollte immer einmal vor so einer Mannschaft stehen. Ich war jedes Mal stolz, wenn wir durch den Ort marschiert sind. Meine Heimat, meine Mannschaft, unser Verein.“ Beide wurden mit großem Applaus verabschiedet und mit Ehrenabzeichen ausgezeichnet.
Zum Abschluss zeigte sich Andreas Heeke beeindruckt von der Atmosphäre bei seiner ersten Proklamation als Oberst: „Unser Oberst a. D. Matthias Hülsmann hat mich vorgewarnt. Er sagte, dass man am Montagabend eine Gänsehaut bekommt, wenn man auf den Dorfplatz blickt – und er hatte recht. Was wir als Verein und als Dorf auf die Beine stellen, ist der Wahnsinn.“




