IVZ vom 06.07.2026 von Heinrich Weßling
Proklamation in Obersteinbeck
BSV Zumwalde feiert neue Majestäten

Majestäten nebst Hofstaat bei der Proklamation: Vorsitzender Gerold Pieper (v.l.), Vizekönigspaar Marlon Veerkamp und seine Partnerin Lina Geppert, Königspaar Marcel Arendt und seine Freundin Maike Krone, Bürgermeister Peter Vos und Vorsitzender Maik Glasmeyer. Hinten die Reitereskorte mit Oberst Michael Mönkehues in der Mitte, der die Festrede hielt. | Foto: Heinrich Weßling
Der Bürgerschützenverein Zumwalde sieht sich gut aufgestellt. Beim Schützenfest in Obersteinbeck wurden die neuen Majestäten proklamiert. Neuer König ist Marcel Arendt, der seine Freundin Maike Krone zur Königin wählte.
Der Bürgerschützenverein BSV Zumwalde blickt auf ein ereignisreiches Schützenjahr zurück – und sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt. Seit dem Umzug vom Schießstand ins neue Dorfgemeinschaftshaus am Festplatz wachse und blühe der Verein, hieß es am Sonntag bei der Proklamation der neuen Majestäten.
Ein besonderer Dank galt den vielen helfenden Händen aus Vorstand und Mannschaft. „Ohne eure Hilfe wäre vieles nicht möglich“, sagte der Vorsitzende Maik Glasmeyer. Gedankt wurde auch den scheidenden Majestäten: dem Königspaar Maik und Lara Meyer sowie dem Vizekönigspaar Max Glasmeyer und Jule Hövelmeyer.
Zur Erinnerung wurden auch frühere Königspaare genannt: Vor 25 Jahren regierten Michael und Annette Falk, Vizekönigspaar waren Arnold und Christa Loose. Vor 50 Jahren bildeten Hermann und Angela Lambers das Königspaar, Vizekönigspaar waren Heinz und Anita Witthake. Vor 75 Jahren hießen die Majestäten Josef Krimphoff und Bernhardine Breckweg; Vizekönigspaar waren Alfons Breckweg und Gertrud Krimphoff.

Die Gewinnerinnen des Laserschießen: Lynn Üffing (l., 2. Platz) und Emma Jansen (1. Platz)
mit dem Vorsitzenden Maik Glasmeyer. | Foto: Heinrich Weßling
Beim Laserschießen für den Nachwuchs setzte sich die zwölfjährige Emma Jansen mit 38 Ringen durch. Den zweiten Platz belegte Lynn Üffing, 13 Jahre, mit 32 Ringen.
Bei der Proklamation hielt Oberst Michael Mönkehues traditionell hoch zu Ross die Festrede. Darin richtete er den Blick auch auf die Lage in Deutschland und in der Welt. In Teilen der deutschen Wirtschaft laufe es derzeit ähnlich schwierig wie für die Nationalelf bei der WM in den USA, sagte er sinngemäß. Zugleich betonte Mönkehues den Wert von Frieden, demokratischer Selbstbestimmung und freier Meinungsäußerung. Es sei wichtig, sich bewusst zu machen, welch hohes Gut es sei, in Freiheit leben und ausgelassen Schützenfest feiern zu können.
Das Schützenwesen habe in Deutschland eine große Bedeutung, sagte Mönkehues weiter. 14.000 Schützenvereine mit 1,35 Millionen organisierten Mitgliedern gebe es bundesweit. Das ursprüngliche Schützenwesen zu pflegen und die Tradition der Eltern und Großeltern weiterzuführen, liege in der Natur eines Schützenvereins. Beim BSV Zumwalde gelte das Motto: „Tradition bewahren, Zukunft gestalten.“
Dass dies kein leerer Spruch sei, zeige sich nach den Worten Mönkehues‘ darin, dass Werte gepflegt, das Gedenken bewahrt und gleichzeitig die Gemeinschaft geöffnet werde. Als starkes Zeichen nannte er die DKMS-Registrierungsaktion beim Königsschießen.
Auch die Dorfgemeinschaft in Obersteinbeck hob Mönkehues hervor. Dort werde mit angepackt, wenn es notwendig sei. Zugleich würden Feste gefeiert, wie sie fallen – ob bei Veranstaltungen der Fastabende, beim Martinsfest des Fördervereins, beim Karneval oder beim Schützenfest. Dabei kämen Jung und Alt zusammen, um sich auszutauschen und gemeinsam schöne Stunden zu verbringen.
Positiv bewertete Mönkehues zudem, dass zunehmend junge Mitglieder Vorstands- und Funktionsträgeraufgaben übernehmen. Auch die wachsende Damenabteilung werde inzwischen von zwei Damen im Vorstand repräsentiert, die sich mit großem Engagement einbringen. Für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Vereins sei dies unerlässlich. Stillstand könne schnell zu Rückgang führen, sagte Mönkehues. Deshalb solle man sich Veränderungen nicht verschließen und den Verein so gestalten, wie er für die jeweilige Generation gebraucht werde.
Schließlich meldete sich die junge Generation zu Wort. Die im Verein aktive Clique „Strucks Hütte“ war der Meinung, dass es Zeit für einen Schützenkönig aus den eigenen Reihen sei. Mit dem 524. Schuss hatte dementsprechend Marcel Arendt dem zähen Federvieh den Garaus gemacht. Zu seiner Königin wählte er seine Freundin Maike Krone. Als Vizekönigspaar fungieren sein Freund Marlon Veerkamp und dessen Partnerin Lina Geppert.



