IVZ vom 17.03.2025 von Olaf Wienbrack
„Schützenfest für das Haus der Diakonie“ geplant
Versammlung Schützengemeinschaft Westerkappeln
Der Vorstand der Schützengemeinschaft Westerkappeln | Foto: Olaf Wienbrack
Bei der Jahreshauptversammlung der Schützengemeinschaft Westerkappeln wurden wichtige Weichen gestellt worden. Am 3. August findet erstmals ein „Schützenfest für das Haus der Diakonie“ statt, das speziell für die Bewohner organisiert wird.
Alle acht Westerkappelner Schützenvereine sind kooperativ in der Schützengemeinschaft Westerkappeln organisiert. Deren Vorsitzender Holger Lagemann hatte am Freitag zur Jahreshauptversammlung in das Vereinsheim an der Roseninsel in Westerbeck eingeladen, zu der alle Vereine kamen. Denn es galt neben den Formalitäten auch die Weichenstellungen für das neue Jahr vorzunehmen. Als Gast war der Leiter Soziale Dienste aus dem Haus der Diakonie, Alexis Gede, dabei. Mit ihm galt es ein Novum für die Schützengemeinschaft auf die Spur zu bringen.
Holger Lagemann als Vorsitzender, Friedrich Ebke als Geschäftsführer und Daniel Bollmann führten die Schützengemeinschaft auch in dem herausfordernden Jahr 2024 mit dem Jubiläums-Heimatschützenfest im Mai gut durch das Schützenjahr, sodass sie bei den Wahlen en bloc als Vorstand erneut bestätigt wurden. Bei den Beisitzern gab es ein paar Veränderungen. Eckhard Erfmann hatte den Vorsitz des Schützenvereins Gabelin abgegeben. „Nach 28 Jahren als Beisitzer in der Schützengemeinschaft will ich auch dieses Amt an meinen Nachfolger Sven Westermann weitergeben,“ äußerte sich Erfmann in der Versammlung. Einstimmig wurden als Beisitzer Bernd Fliehe (Westerbeck), Jan Helmig (Obermetten), Lisa Kempkensteffen-Bollmann (Altschafberg), Jürgen Munsberg (Seeste) und Sven Westermann (Gabelin) gewählt.
Über gute Erfolge berichtete Schießwart Daniel Bollmann. Sowohl beim Gemeindepokal als auch beim Bürgermeisterpokal sahnte 2024 der Schützenverein Seeste ab. Aber nicht nur das. Auch die besten Einzelschützen kommen von hier. Bollmann ergänzte: „Die stammen alle aus dem Hause Maug.“ Florian Maug belegt den dritten Platz, Vater Henning Maug den zweiten Platz und Lukas Maug sicherte sich mit 51,2 Ringen klar den ersten Platz. „Wie der Vater, so die Söhne“, meinte Bollmann zu dem Familienerfolg.
Für das Rundenschießen 2025 verkündete der Schießwart: „Mit 14 angemeldeten Mannschaften haben wir eine mehr als im Vorjahr.“
Mit der Ausrichtung des Gemeindeschützenfestes im „Kuckucks-Nest“ waren alle Vereine zufrieden. Fast schon drohte es für 2025 mit der Location nicht zu klappen, weil schon eine andere Veranstaltung dort gebucht war. Als Holger Lagemann und Friedrich Ebke erfuhren, dass dieser Termin frei wurde, machten Sie Nägel mit Köpfen und buchten den 6. August für das diesjährige Gemeindeschützenfest am „Kuckucks-Nest“.
Nachwuchsarbeit bei Kindern und Jugendlichen ist auch für die Schützen das A und O für die Fortentwicklung. Da kann ein Schießwettbewerb für Kinder mit einem Lasergewehr für Begeisterung sorgen. Einstimmig wurde der Schießwart damit beauftragt, so eine Trainingswaffe zu beschaffen, die sich dann alle Vereine bei Bedarf bei der Gemeinschaft ausleihen können. Daniel Bollmann erklärte sich spontan bereit, dafür auch die Verwaltung und Wartung zu übernehmen.
Die Zusammenarbeit mit den niederländischen Schützen aus Bathmen soll fortgesetzt werden. In diesem Jahr steht das Vergleichsschießen in Westerkappeln an. Als Termin wurde dafür Sonntag, 6. Juli festgelegt. Auch die Ferienspaßaktion wird mit einem Schießwettbewerb beim Schützenverein Gabelin in den Sommerferien fortgesetzt.
Im „Haus der Diakonie“.
Dort hatten die Vereine zum Schützenfest einen „Schützen-Gottesdienst“ ausgerichtet. So viele „Grünröcke“ rund um das Altenheim war für die Bewohner so beeindruckend, dass sie sich ein eigenes „Schützenfest für das Haus der Diakonie“ gewünscht haben.
Alexis Gede beschrieb als Leiter Soziale Dienste recht genau, was seine Bewohner für Vorstellungen haben. Dabei wurde schnell klar, dass der sportliche Wettbewerb eher in den Hintergrund rückt. „Ich kann mir vorstellen, dass etwa zehn bis zwölf Bewohner beim Wettbewerb mitmachen“, äußerte Gede. „Die Zeremonien, der Aufmarsch, die Kommandos der Schützen sind aber für alle begeisternd“, beschrieb er weiter.
Am Ende wurde ein Termin festgezurrt. Am 3. August werden alle Vereine mit einer Abordnung von fünf bis zehn Schützen zum ersten „Schützenfest für das Haus der Diakonie“ kommen. Die Fahne vom Verein des Gemeindekönigs wird mitgebracht, und mit einer Armbrust als Abschussvorrichtung sollen dann am Nachmittag die Königin und der König unter den Bewohnern ausgeschossen werden. Alle Vereine sind schon jetzt gespannt auf diesen Tag und hoffen, dass sie damit Begeisterung bei den älteren Menschen auslösen können.