Heimatschützenbund 

HSB klein

Tecklenburger Land e.V.

IVZ vom 18.03.2025

 

Schützenverein bleibt reine Männersache

Generalversammlung

 

Vorsitzender Michael Winnemöller (l.) und der 2. Vorsitzende Stefan Lütkemeier (r.) ehrten die langjährigen Mitglieder des Bürgerschützenvereins Dreierwalde. | Foto: Bürgerschützenverein Dreierwalde

 

Die Generalversammlung des Dreierwalder Schützenvereins hat spannende Einblicke geboten: Umfrageergebnisse zeigen, dass der Verein weiterhin eine Männerdomäne bleibt.

Mehr als 120 Schützenbrüder sind am vergangenen Freitag der Einladung des Dreierwalder Schützenvereins zur Generalversammlung in den Saal des Landgasthauses Wenninghoff gefolgt. Neben den üblichen Regularien stand mit der Vorstellung der Auswertung einer Umfrage, die der Schützenverein unter den Mitgliedern und deren Partnern gestartet hatte, ein mit Spannung erwarteter Punkt auf der Tagesordnung. Eine der Erkenntnisse aus der Umfrage: Der Schützenverein in Dreierwalde bleibt wohl weiterhin reine Männersache.

Der Vereinsvorsitzende Michael Winnemöller präsentierte den Geschäftsbericht 2024 gemeinsam mit dem 2. Vorsitzenden Stefan Lütkemeier per Beamer inklusive einiger Fotos von Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Schießsportleiter Kevin Hendriok berichtete für die Schießgruppe, Christian Bordich für den Spielmannszug. Nach dem Kassenbericht von Christian Wilmes wurden Kassierer und Vorstand einstimmig entlastet.

Burkhard Winnemöller stellte nach sechs Jahren sein Amt als Fahnenträger zur Verfügung. Friedhelm Stroot kandidierte nicht wieder als Beisitzer. Besonderen Applaus gab es für den scheidenden Geschäftsführer des Vereins, Klaus Niehues. Der Dreierwalder war seit 1995 Vorstandsmitglied und seit dem Jahr 1998 insgesamt 27 Jahre lang Geschäftsführer. Nach 30 Jahren Vorstandsarbeit wurde Klaus Niehues zum Ehrengeschäftsführer ernannt. Ein Ehrenabzeichen für besondere Verdienste bekamen außerdem noch der 2. Vorsitzende, Stefan Lütkemeier, sowie der Beisitzer Bernhard Terbeck dafür verliehen, dass beide jeweils bereits seit 20 Jahren im Vorstand tätig sind.

Neuer Geschäftsführer wurde bei den Vorstandswahlen Daniel Kenning. Einen neuen Posten gibt es mit dem 2. Kassierer, der nun Sebastian Stroot heißt. Medienwart bleibt Maurice Ollenburg, und als Beisitzer wurden Chris Stilling und Robin Röhrs in den Vorstand gewählt. Als Fahnenoffizier folgt Matthias Roß auf Burkhard Winnemöller.

Stefan Lütkemeier und Maurice Ollenburg stellten die Umfrageergebnisse vor. 35 der insgesamt 187 Abstimmenden waren weiblich. Für viele Bewertungen konnte man zwischen einem und vier Sterne vergeben, wobei vier besonders gut war. Durchschnittlich 3,6 Sterne bei der Gesamtbewertung des Schützenfestes zeugten von einer überwiegenden Zufriedenheit der Befragten. Am schlechtesten schnitt noch der Mittwochabend mit seiner Zeltparty ab. 2,43 Sterne lassen hier deutlich Luft nach oben. Der Donnerstagnachmittag, an dem die Könige ermittelt werden, wurde mit 3,76 sehr gut bewertet und in der Gesamtbewertung nur vom Frühschoppen am Freitag im „Busch“ geschlagen: 3,8 Sterne standen hier zu Buche.

Filtert man nur die männlichen Meinungen heraus, lag man mit 3,93 Sternen nahe der Perfektion. „Der Busch ist halt der Busch“, so der Kommentar von Maurice Ollenburg, der keiner weiteren Erklärung bedurfte. Viele weitere Bewertungen waren abgefragt. So auch die Einbindung der Frauen in das Schützenfest. Von den Frauen selbst, wurde diese mit 2,72 eher dürftig bewertet. Nur 37 Prozent der teilnehmenden Frauen hätten überhaupt Interesse, dem Verein beizutreten. So nehmen die Verantwortlichen neben der Erkenntnis, dass der Verein wohl erstmal weiterhin fest in Männerhand bleibt, die Aufgabe mit, die Frauen künftig besser in die Abläufe des Schützenfestes zu integrieren.

Ehrung langjähriger Mitglieder

25 Jahre: Alexander Bülter, Heinz-Jürgen Elbers, Guido Hermeling, Klaus Löcke, Jürgen Perrevoort, Ansgar Roß, Christian Sasse, Uwe Schürmann, Marco Stevens, Frank Wieditz

40 Jahre: Dieter Fleege, Werner Heeke, Mario Kösters, Herbert Stroot, Klaus Tepe, Norbert Veismann

50 Jahre: Günther Bröcker, Heinz Dengler, Siegfried Ernst, Joachim Franke, Dieter Grotke, Gerhard Mentrup, Heinz Reeker, Franz-Josef Sasse, Paul Schulte-Althoff, Herbert Steggemann, Manfred Weweler, Norbert Weweler, Norbert Zumwalde

60 Jahre: Bernhard Ernst, Gerhard Rothkötter, Ewald Veismann

65 Jahre: Laurenz Leugers

70 Jahre: Antonius Breulmann, Alois Bülter, Alfons Löchte, Ewald Löchte