IVZ vom 07.09.2026 von Heinrich Weßling
Marco Kunz löst Harry Mörschel ab
Schützengemeinschaft feiert

Schießwart Daniel Bollmann (l.) und der Vorsitzende der Schützengemeinschaft, Holger Lagemann (r.), mit dem neuen Gemeindeschützenkönig Marco Kunz. | Foto: Heinrich Weßling
Westerkappeln hat einen neuen Gemeindeschützenkönig: Marco Kunz aus Metten hat sich am Samstag im Schießstand Gabelin mit 47,3 Ringen durchgesetzt. Der 42-jährige Polizist löst damit Harry Mörschel ab.
Westerkappeln hat einen neuen Gemeindeschützenkönig: Marco Kunz vom Schützenverein Metten hat sich am Samstag bei der Endausscheidung im Schießstand Gabelin gegen die amtierenden Majestäten der Westerkappelner Schützenvereine durchgesetzt. Der 42-jährige Polizist erzielte 47,3 Ringe und war damit der treffsicherste Schütze des Abends.
Den zweiten Platz belegte Jürgen Munsberg vom Schützenverein Seeste mit 45,8 Ringen. Auf Rang drei kam Hartmund Kuhlmann vom Schützenverein Velpe mit 45,0 Ringen. Es folgten Niklas Schulte (Obermetten) mit 44,7 Ringen, Thorsten Klopmeier (Westerbeck) mit 43,4 Ringen und Susanne Cord (Düte) mit 39,4 Ringen. Werner Huske (Gabelin) und Birgit Heinrich konnten nicht an der Endausscheidung teilnehmen.
Damit löste Marco Kunz den Gemeindeschützenkönig des Jahres 2025, Harry Mörschel, ab. Mit seinem Sieg hatte Marco Kunz selbst nicht gerechnet. „Da hat niemand mitgerechnet, ich selbst und meine Frau auch nicht“, sagte Marco Kunz. Umso mehr freue er sich, den Abend mit dem Ehrentanz eröffnen zu dürfen.
Neben der Königswürde wurden am Samstag auch die Sieger der Gemeindemeisterschaft und der verschiedenen Pokalwettbewerbe geehrt. Die Gemeindemeisterschaft wurde von März bis September ausgeschossen. Im Finale setzte sich Westerbeck 1 mit 387,4 Ringen gegen Altschafberg mit 382,0 Ringen durch. Im Halbfinale hatte Westerbeck 1 bereits Velpe 1 mit 388,1 zu 382,6 Ringen geschlagen. Im zweiten Halbfinale gewann Altschafberg mit 382,0 Ringen knapp gegen Gabelin mit 375,2 Ringen.

Urkunden für die Gemeindemeisterschaft: Die Schießgruppe vom Altschafberg auf Platz zwei (stehend), die Schützinnen und Schützen aus Westerbeck (sitzend) als Sieger. | Foto: Heinrich Weßling
Beim Gemeindepokal belegte Düte mit 290,7 Ringen den ersten Platz vor Velpe mit 290,1 Ringen und Altschafberg mit 286,9 Ringen. Es folgten Seeste (282,5), Gabelin (277,7), Obermetten (271,3) und Metten (268,5).
Den Bürgermeisterpokal gewann Altschafberg mit 175,1 Ringen. Zweiter wurde Velpe (172,5), gefolgt von Düte (171,7), Gabelin (167,4), Seeste (167,4), Westerbeck (166,8), Metten (164,3) und Obermetten (163,6).
Der stellvertretende Bürgermeister Thomas Borchardt stellte bei der Veranstaltung auch die Bedeutung der Schützengemeinschaft für das Vereinsleben in Westerkappeln heraus. Die gemeinsame Schützengemeinschaft besteht seit 1957. Seitdem wird der Gemeindepokal ausgeschossen. 1960 kam die Gemeindemeisterschaft hinzu. Den Bürgermeisterpokal gibt es seit 1966, die Ermittlung des Gemeindeschützenkönigs seit 1982.
Die einzelnen Vereine blicken teilweise noch weiter zurück. Der Schützenverein Seeste führt seine Geschichte bis 1862 zurück, Metten und Westerbeck wurden 1874 gegründet, der Altschafberger Schützenverein 1875. Menschen, die Schützenfeste organisieren, Vereinsheime pflegen, Vorstandsarbeit leisten und die nächste Generation an das Vereinsleben heranführen, seien die „Rückgrate des Schützenwesens“, sagte Thomas Borchardt.
Der Vorsitzende der Schützengemeinschaft zog zum Abschluss ein positives Fazit der diesjährigen Wettbewerbe. 2027 soll der Schützenverein Seeste die Ausrichtung übernehmen.
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IVZ vom 17.03.2026 von Ursula Holtgrewe
Vorstand setzt auf Kontinuität und neue Termine
Versammlung Schützengemeinschaft Westerkappeln

Gut gelaunt pflegt der Vorstand der Schützengemeinschaft Westerkappeln Traditionen und Heimat:
(hinten, von links), Jan Krischke, Daniel Bollmann, Friedrich Ebke, Jürgen Munsberg, Bernd Fliehe, Gerd Hillemeyer,
(vorn, von links) Sven Westermann, Hans-Jürgen Schemme und Holger Lagemann.
Es fehlen Jan-Hendrik Helmig und Lisa Kempkensteffen-Bollmann. | Foto: Ursula Holtgrewe
Die Schützenvereine in Westerkappeln haben auf ihrer Jahresversammlung zentrale Termine und Neuerungen beschlossen. Neben Tradition und Umwelt rückt auch das Heimatschützenfest in Lengerich in den Fokus.
Die acht Schützenvereine in Westerkappeln und deren Schützengemeinschaft als Dachverband verbindet jedenfalls das Ziel, Traditionen zu wahren und die Heimat aktiv zu pflegen. Das zeigte die Terminplanung auch fürs Heimatschützenfest in Lengerich bei der Jahresversammlung im Vereinsheim des Schützenvereins Gabelin.
Eine vertraute, gut gelaunte Gruppe von Vorstand, Beisitzern und Gästen saß bei den Gabelinern zusammen. Schwungvoll leitete der Vorstand das Treffen: Vorsitzender Holger Lagemann, Geschäftsführer Friedrich Ebke und der erste Schießwart Daniel Bollmann.
Der erste Termin, an dem die Schützen sich, allerdings in Zivil, der Öffentlichkeit präsentieren, ist die Müllsammelaktion am Freitag, 27. und Samstag, 28. März.
Gleichwohl pflegen die Grünröcke im Schützen-Dachverband nicht nur Umwelt und Tradition, sondern auch schießsportliche Aktivitäten. Daniel Bollmann berichtete, dass sich am Rundenschießen 2026 erneut 14 Mannschaften beteiligen, einige Vereine mit mehreren Teams. Der Wettbewerb endet bei den Gabeliner Schützen mit den Endkämpfen am 4. September. Am Samstag, 5. September, treten dort die Kandidaten um die Gemeindekönigswürde in den Wettstreit. Das Gemeindeschützenfest feiern sie dann abends im Eventhaus „Kuckucksnest“.
Weitere Termine und Absprachen betrafen das Heimatschützenfest des Heimatschützenbunds, diesmal am 9. und 10. Mai in der Gempthalle in Lengerich. Bollmann: „Ich hoffe sehr, dass der neue Heimatschützenkönig aus Westerkappeln kommt.“
Jährlich tritt der Vorstand der Westerkappelner Schützengemeinschaft zurück, um eventuellen weiteren Kandidaten die Chance zu geben, die Geschicke des Westerkappelner Schützen-Dachverbandes zu übernehmen. Aber Wahlleiter und Ehren-Geschäftsführer Hans-Jürgen hatte es leicht, denn die Versammlung votierte erneut für Holger Lagemann. Mit Friedrich Ebke und Daniel Bollmann und allen Beisitzern besteht nun Kontinuität im Vorstand.
Die Beisitzer: Bernd Fliehe (Schützenverein Ost- und Westerbeck), Jan-Hendrik Helmig (SV Obermetten), Gerd Hillemeyer (SV Velpe), Lisa Kempkensteffen-Bollmann (SV Altschafberg), Jan Krischke (SV Düte), Jürgen Munsberg (SV Seeste), Florian Tietmeyer (SV Metten) und Sven Westermann (SV Gabelin). Sie waren nicht vollzählig anwesend, indes bestätigten Abwesende die Amtsannahme schriftlich.
Über eine Anfrage der Velper Grünröcke zum Mindestalter der Schützen informierte der Vorstand gleichfalls in der Versammlung. Lagemann: „Wir haben uns verständigt, dass das Mindestalter 16 Jahre ist und die Eltern eine Einverständniserklärung abgeben müssen.“
Weiterhin gab es die Information, dass die Statuten angepasst werden, weil geprüft wird, ob ein anderer Schießanlagen-Hersteller als der bekannte liefern soll. Zudem sollen bei Stechen der Gemeindekönig-Kandidaten bei Ringgleichheit die Bewerber drei Schüsse abgeben.
Das Schützenfest für Senioren im Haus der Diakonie im August 2025 sei eine schöne Veranstaltung gewesen, sagte Lagemann, aber: „Es bleibt dort vorerst eine einmalige Sache.“
Den durch die Bauernschaften wandernden Weihnachtsmarkt wollen die Schützen und auch die Besucher gern beibehalten. In welcher Form sie sich bei einem Event im Ort Westerkappeln beteiligen könnten, bleibe abzuwarten. Für die Beteiligung am Ferienspaß müssen die Schützen noch einen Termin finden. Und wer am 1. Mai Unterhaltsames, Geselligkeit und Spiele erleben möchte, ist ab 12 Uhr beim SV Seeste, Im Himmelreich 5, genau richtig.



