Heimatschützenbund 

HSB klein

Tecklenburger Land e.V.

IVZ vom 18.01.2026 von Olaf Wienbrack

 

Vorsitzender Jürgen Munsberg kündigt Rückzug an

 Generalversammlung

 

Ruebenball

Als Wahlleiter sorgte Roland Cizelsky (l.) dafür, dass Jürgen Munsberg (3.v.l.) dem Schützenverein Seeste ein weiteres Jahr als Vorsitzender erhalten bleibt. Um ihn herum versammelten sich alle neu gewählten Vorstandsmitglieder. | Foto: Olaf Wienbrack

 

Einmal übernimmt er ihn noch, den Vorsitz im Schützenverein Seeste, sagte Jürgen Munsberg bei der Generalversammlung. Es soll aber seine letzte Amtszeit sein. Unterdessen kündigten die Jungschützen eine Party für junge Leute an.

„Rübenball heißt: Der König lädt ein“, so der Vorsitzende Jürgen Munsberg. Er überreicht die Scheibe an die amtierenden Majestäten. Die Scheibe wurde am Sonntag gegen 18 Uhr am Elternhaus von Leon Dölemeyer in Wallenbrock 23 angebracht.

Ein bewegtes und ereignisreiches Jahr liegt hinter den Mitgliedern des Schützenvereins Seeste von 1862. In ihrem kurzweilig und humorvoll vorgetragenen Jahresbericht konnte die Schriftführerin Ute Dölemeyer alle Höhepunkte des Schützenjahres herausstellen und besondere Akzente auf Neuerungen setzen.

Traditionen sind aus dem Vereinsleben nicht wegzudenken. So steht alljährlich schon im Januar das Vergleichsschießen in Vinte an. Um Ostern herum beteiligen sich viele Mitglieder an der Müllsammelaktion. Im vergangenen Jahr wurde dieser Einsatz gleich damit kombiniert, das Pflaster vor dem Schützenhaus zu begradigen. Es waren Unebenheiten entstanden, was über die Jahre nicht ausbleibt. Seit dem vergangenen Frühjahr sind alle Stolperfallen beseitigt.

Beim Ostereierschießen stellte sich heraus, dass kaum noch Interesse bei Kindern an der Veranstaltung besteht. „Viele Eltern nutzen die Ostertage auch für Kurzreisen. Deshalb sind wohl auch viel weniger Kinder vor Ort“, meinte Dölemeyer.

Bei der Vereinsmeisterschaft holte sich Gustav Mauch den Königspokal. Beim Blick auf die Jahreswertung zeigte sich eine kleine Sensation. Erstmals in der Vereinsgeschichte gelang es einer Frau in der Wertung unter die besten acht Schützen zu gelangen. „Demnächst werden wohl noch ein paar Frauen mehr aufrücken“, meinte die Schriftführerin. Denn es gibt keine separate Wertung mehr für Männer- und Frauenmannschaften. Eine Wertung für alle lautet das künftige Motto.

Keine Chance in Bathmen

Ganz neue Erfahrungen konnten die Schützen bei der Fahrt nach Bathmen sammeln. Der Schießsport sieht in Holland anders aus. Die Westerkappelner Schützen hatten kniend ohne Auflage mit dem Luftgewehr keine Chance gegen ihre niederländischen Freunde. Beim Pistolenschießen erreichte Uli Dölemeyer zur Ehrenrettung aber den zweiten Platz.

Im abgelaufenen Jahr gab es beim Schützenfest überraschend viele Ehrungen für 25 Jahre Mitgliedschaft. Fast alle Ehrungen betrafen Schützinnen. Des Rätsels einfache Lösung: Seit dem Jahr 2000 sind satzungsgemäß auch Frauen im Seester Verein zugelassen. So traten damals viele Ehefrauen der Schützenbrüder dem Verein bei.

Bewegend waren Dölemeyers Ausführungen zum ersten „Schützenfest am Haus der Diakonie“, das über die Schützengemeinschaft organisiert worden war. Auch die Seester beteiligten sich an der für die Bewohner spannenden Aktion. Noch wochenlang hätten sie über ihr kleines Fest gesprochen und der Schützenkönig im Haus der Diakonie sei „stolz wie Oskar“ gewesen.

In seinem Kassenbericht konnte der erste Kassierer Stefan Priggemeyer von einer soliden Finanzlage berichten. Nach einem positiven Kassenprüfungsbericht erteilte die Versammlung dem Kassierer sowie dem gesamten Vorstand Entlastung. Damit endete satzungsgemäß auch die Amtsführung. Roland Cizelsky sorgte als Wahlleiter anschließend für eine neue Vereinsführung.

Vorstand neu gewählt

Einstimmig wurde Jürgen Munsberg erneut als erster Vorsitzender gewählt. Auf die Frage, ob er das Amt annimmt, antwortete Munsberg: „Für ein Jahr mache ich das noch. Dann habe ich 25 Jahre voll und dann ist es auch gut gewesen.“ Die weiteren Vorstandspositionen wurden wie folgt besetzt: zweiter Vorsitzender Florian Mauch, erster Kassierer Stefan Priggemeyer, zweiter Kassierer Acki Baumann, erste Schriftführerin Ute Dölemeyer, zweite Schriftführerin Sonja Hackmann, erster Schießwart Robin Priggemeyer, zweiter Schießwart Leon Dölemeyer, Standwart Herwig Munsberg, erster Oberst Ulrich Dölemeyer und zweiter Oberst Ewald Hackmann.

Florian Mauch überraschte die Versammlung noch mit einem neuen Festkonzept, womit man zum ersten Mai an den Start gehen will. Wenn alle im Verein mithelfen, wollen die Jungschützen eine Party für junge Leute „von 12 Uhr bis open End“ am Vereinsheim auf die Beine stellen. Geplant seien Erlebnis und Aktion mit echtem „Sommeranfangserlebnis“. Darüber soll Geld in die Vereinskasse gespült werden, denn es stehen in den nächsten Jahren weitere Modernisierungen und Renovierungen an, die finanziert werden müssen.