IVZ vom 11.05.2026 von Mareika Stratmann
Musik schallt in die Dämmerung
Großer Zapfenstreich bildet würdevollen Abschluss

Umrahmt von den gut 300 Schützen und Schützinnen mitsamt den Fackelträgern sorgten der Spielmannszug Bevergern und das Blasorchester Frohsinn Riesenbeck anlässlich des Großen Zapfenstreichs für einen würdevollen musikalischen Rahmen. | Foto: Mareike Stratmann
Mit einem bunten Abend und dem Großen Zapfenstreich sind am Sonntag die zweitägigen Feierlichkeiten anlässlich des Heimatschützenfestes in Lengerich zu Ende gegangen. Friedrich Prigge, Präsident des Heimatschützenbundes, war voll des Lobes.
Zum Abschluss des großen Heimatschützenfestes ist es am Sonntagabend noch einmal feierlich und emotional geworden. Als in der Dämmerung mehr als 300 Schützinnen und Schützen, angeführt von Oberst Ernst Saatkamp und Hauptmann Dennis Hövelmann sowie eingerahmt von zahlreichen Fackelträgern, von der Gempt-Halle anlässlich des Großen Zapfenstreichs zum Festplatz marschierten, war das ein wunderschönes Bild und gleichzeitig ein würdevolles Finale der zweitägigen Feierlichkeiten im Rahmen des diesjährigen Heimatschützenfestes.
Als die letzten Klänge des Aufmarschs, intoniert vom Spielmannszug Bevergern und dem Blasorchester Frohsinn Riesenbeck, verklungen waren, war es mucksmäuschenstill im weiten Rund des Festplatzes – und das, obwohl sich zu den Abordnungen der zehn Lengericher Schützenvereine sowie des Schützenvereins Ost- und Westerbeck aus Westerkappeln, der die amtierende Heimatschützenkönigin Diane Bartke begleitete, noch etwa 200 Zuschauer hinzugesellt hatten.
Nach der Serenade und dem eigentlichen Zapfenstreich mit dem Locken und dem musikalischen Gebet folgte die Nationalhymne. Ein Gänsehautmoment in mittlerweile fast vollständiger Dunkelheit. Nur die Nationalfahne erstrahlte im Licht, die meisten Fackeln waren aufgrund des starken Windes leider bereits frühzeitig abgebrannt. Nach einer guten halben Stunde meldete Oberst Ernst Saatkamp den Großen Zapfenstreich um 22.15 Uhr beim Präsidenten des Heimatschützenbundes, Friedrich Prigge, ab.
Es war das Ende des Großen Zapfenstreichs und auch der zweitägigen Feierlichkeiten rund um die Gempt-Halle, die Friedrich Prigge als sehr gelungen bewertete. Die Lengericher Schützen, angeführt vom Vorsitzenden Arndt Kröner, hätten sich als „gute Gastgeber“ erwiesen und „ein insgesamt sehr schönes Wochenende“ auf die Beine gestellt. „Es reiht sich nahtlos ein in die Reihe der vorausgegangenen erfolgreichen Heimatschützenfeste“, lobte der Präsident des Heimatschützenbundes.
Bei bestem Wetter sei unter großer Beteiligung und mit viel Freude und Begeisterung zwei Tage lang gefeiert worden. Bereits am Samstag hatten zahlreiche Schaulustige den Festumzug der insgesamt rund 2000 Schützen aus 65 Vereinen aus dem Tecklenburger Land durch die Lengericher Innenstadt mit anschließendem Festakt verfolgt. Und auch der Tanzabend sei mit gut 3000 Besuchern sehr gut besucht gewesen.

Heimatschützenkönigin Diane Bartke und ihr Mann eröffneten den Abend mit einem Ehrentanz. | Foto: Mareike Stratmann
Auch am Sonntag war die Beteiligung groß. Dem Gottesdienst mit Kranzniederlegung folgte ein bunter Abend in der Gempt-Halle, den die amtierende Heimatschützenkönigin Diane Bartke und ihr Mann mit einem Ehrentanz eingeläutet hatten, nachdem sämtliche Lengericher Vereine mit ihren Königstischen sowie den Vereinsfahnen in die in den Farben Grün und Weiß geschmückte Gempt-Halle eingezogen waren.
Was dort folgte, war ein lockerer, unterhaltsamer Abend, der die Vielfalt und das Können der Lengericher Vereine eindrucksvoll unter Beweis stellte. Ob die tänzerischen Darbietungen der drei Gruppen des Tanztheaters Flamingo sowie der Volkstanzgruppe des Heimatvereins, der musikalische Gruß der Damen des Chores Scheunenglück oder die Darbietungen der Kunstrad- und Einradfahrerinnen der RSG Teuto-Antrup Wechte, die sich als Deutsche Meisterinnen präsentierten: Die vielen Zuschauer erlebten einen abwechslungsreichen und beschwingten Abend – auch, weil der Musikverein Lienen mit schmissigen Melodien für einen tollen Rahmen sorgte, wie nicht nur Arndt Kröger feststellte, der durch das Programm führte.
Friedrich Prigge war am Tag nach den Feierlichkeiten jedenfalls voll des Lobes. Die Lengericher Schützen hätten eine Menge Vorarbeit geleistet, um ein solches Heimatschützenfest auf die Beine zu stellen. Ein Kraftakt, wie er betonte, der „bravourös“ gelungen sei. „Darauf dürfen alle Beteiligten sehr stolz sein.“


