IVZ vom 31.05.2026 von Brigitte Striehn
Stolz auf 100 Jahre Tradition und Gemeinschaft
Kommersabend des BSV Schultenort

Über das gelungene Jubiläumsfest freuten sich (v.l.) Königin Milena Byroslawski, König Moritz Greiwe,
David Ostholthoff, Oliver Heeger und sein Stellvertreter Burkhard Greiwe. | Foto: Brigitte Striehn
Der Bürgerschützenverein Hörstel-Schultenort hat sein 100-jähriges Bestehen am Freitagabend mit einem Kommersabend gefeiert. Das Festzelt war rappelvoll. Das Programm war gespickt mit Erinnerungen, viel Witz und sogar artistischen Einlagen.
„Einhundert Jahre Bürgerschützenverein Hörstel-Schultenort sind 100 Jahre gelebte Tradition, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement“, betonte Bürgermeister David Ostholthoff in seinem Grußwort anlässlich des Kommersabends zum Jubiläum des Bürgerschützenvereins Hörstel Schultenort. Es war für ihn auch ein persönliches Ereignis, denn sein Urgroßvater Heinrich Ottenhues war der erste Schützenkönig im Schultenort.
Der Urenkel freute sich über die lebendige und starke Gemeinschaft, die noch heute Generationen verbinde und Werte wie Zusammenhalt, Heimatverbundenheit und Verlässlichkeit vermittele. „Schützenvereine sind ein analoger Anker in einer digitalen Welt“, blickte er optimistisch in die Zukunft der nächsten 100 Jahre mit Bewahrung von Traditionen und der Umsetzung neuer Projekte.
Wegen des starken Gewitters am frühen Freitagabend begann der Kommersabend etwas verspätet, doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Hauptmann Herbert Wiesmann übernahm die Moderation des vergnüglichen Programms mit Hinweisen auf die bedeutendste Zahl des Jahres. Nicht nur der Preis der Bierfässchen orientierte sich daran.

Im Festzelt blieb bei der Jubiläumsfeier kein Plätzchen frei. . | Foto: Brigitte Striehn
In seiner Festrede schaute Oliver Heeger auf einige interessante Stationen der Vereinsgeschichte zurück. „Die Gründerväter wären stolz auf die positive Entwicklung ihrer Idee bis in die Gegenwart“, war sich der erste Vorsitzende sicher. Mehrmals mussten die Schützen umziehen, ehe sie vor 31 Jahren mit Unterstützung der Stadt Hörstel mit großem Einsatz, Fleiß und Eigenleistungen der fast 300 Mitglieder das heutige Domizil errichten konnten.
Den musikalischen Rahmen des Programms gestaltete der Musikverein Blau-Weiß Recke-Espel unter der Leitung von Manfred Pohlschmidt. Schmissige Melodien, die auch zum Mitsingen einluden, erfreuten die Zuhörer. Auf besonderes Interesse stieß ein amüsanter Film mit lustigen Anekdoten über Etappen aus dem Vereinsleben, die für Gelächter sorgten. Kirchgänge und Umtrünke, Riesenstimmung bei Konzerten mit den „Sunny Boys“ oder ein Esel auf dem Saal weckten schöne Erinnerungen.
„100 Jahre sind kein Grund, sich auf Erfolgen auszuruhen.“
Bürgermeister David Ostholthoff
Zur Unterhaltung der Gäste im voll besetzten Festzelt betrat der Poetry-Slammer und Comedian Tobias Beitzel die Bühne. Mit seinem Auftritt unter dem Thema „Dorfkind zwischen Fantasie und Fanta-Korn“ traf er voll den Geschmack des Publikums. Speziell für Zugezogene hatte er Regeln erarbeitet, die das dörfliche Leben erleichtern: „Ommas grüßen“, „Nicht über Gerüche beschweren“, „Immer eine Kiste Bier kaltstellen“ und „Nachbardörfer hassen“ (Riesenbeck!) waren einige davon.
Gäste zahlreicher befreundeter Vereine hatten Geschenke mitgebracht. Nach der Pause übernahm der Comedian und Artist Jens Ohle aus Hamburg die Unterhaltung. In seine Jonglage mit Bällen, Fackeln und Keulen bezog er das Publikum mit ein, das er zudem mit viel Eigenlob zum Applaudieren anfeuerte. Die gelungene Veranstaltung hatte allen Besuchern große Freude bereitet.




